Skip to main content

Gericht verhindert Sperrung von Unreal Engine auf Apple-Plattformen – aber nicht Fortnite

(Image credit: Valerio)

Im Streit zwischen Epic und Apple gibt es einen ersten richterlichen Beschluss zum Vorteil von Epic, berichtet Reuters: Richterin Yvonne Gonzalez Rogers wies Apple an, die Sperrung von Epics Unreal Engine aufzuheben. „Epic Games und Apple wird es freigestellt, gegeneinander vorzugehen, aber der Streit soll kein Chaos unter Unbeteiligten stiften“, erklärt sie.

Apple hatte als Reaktion auf Epics Klage auf Wettbewerbsverzerrung Epics Accounts auf seinen Plattformen gesperrt und damit effektiv die Unreal Engine, die die Grundlage für hunderte von Spielen für iOS und macOS bildet. Apples Reaktion sei schlichtweg zu hart gewesen und würde einerseits Partner von Epic unverhältnismäßig bestrafen. Andererseits habe die Unreal Engine im Gegensatz zu Fortnite auch nicht gegen die Richtlinien verstoßen.

Zu Letzterem bemerkte Gonzalez Rogers, dass die Situation selbstgeschaffen sei und Fortnite vorerst nicht zum App-Store zurückkehren müsse.

Erst am Sonntag stellte sich explizit zur causa Unreal Engine Microsoft hinter Epic Games und argumentierte ähnlich wie die Richterin.

Wettbewerbsverzerrung

Auch wenn es keine weiteren nennenswerten Entscheidungen in dieser Anhörung gab, äußerte sich die Richterin noch zu Apples 30-Prozent-Provision: Sie sehe keinen Wettbewerb zu Apples App-Store auf dem iPhone und könne sich die Provision von 30 % nicht erklären: „Die Frage ist: Ohne Wettbewerb, woher kommen die 30 % [App-Store-Provision] her? Warum sind es nicht 10? 20? Wie profitiert der Verbraucher davon?“

Wir gehen davon aus, dass sich der Streit zwischen Epic Games und Apple noch ein Weilchen ziehen wird, aber die „Befreiung“ der Unreal Engine wird für viele Entwickler die erste gute Nachricht sein. Und ob sich am Ende etwas an Apples 30-Prozent-Regelung ändert, steht weiterhin in den Sternen.

Via VentureBeat