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Sicher online – wie du dich vor Fake-Accounts schützt

Unsplash | Christin Hume
(Image: © Unsplash | Christin Hume)

Fake-Profile, Fake-News oder Bots: Bei der immensen Anzahl an Usern im Netz, wundert es kaum, dass viele davon nicht nur gute Absichten im Sinn haben. Fake-Accounts können von Belästigung über Betrug bis hin zum Identitätsklau verwendet werden und großen Schaden mit sich bringen. Wir zeigen dir im folgenden Beitrag, wie du dagegen vorgehen kannst und was du machen kannst, wenn du von so einem Account belästigt wirst.

Quick Check: Was sind Fake-Profile, und warum werden sie erstellt?

Fake-Profile sind, wie der Name schon sagt, gefälschte Profile im Netz entweder auf Social-Media-Kanälen oder anderen Plattformen. Falsche Angaben zum Namen oder Geburtsjahr sowie die Verwendung fremder Bilder gelten bereits als Fake-Account. Das Problem dabei ist, dass es bei vielen dieser Profile schwer ist, sie von realen zu unterscheiden.

Dabei werden diese Fake-Accounts immer häufiger für missbräuchliche Zwecke verwendet. Ob Cyberstalking, das Stehlen von Daten, Cyber-Grooming (opens in new tab) (gezielte Ansprache von Jugendlichen im Netz) oder Betrugsmaschen: Vielen ist nicht bewusst, dass gegen diese Profile unter Umständen rechtliche Schritte eingeleitet werden können.

Wie kann ich Fake-Accounts erkennen?

Obwohl es keine allgemein gültigen Regeln gibt, um Fake-Profile zu erkennen, kannst du ein paar Punkte überprüfen und so eventuell herausfinden, ob du einem Fake-Account auf den Leim gegangen bist. Folgende fünf Schritte sind dabei hilfreich:

1. Profil prüfen

Das Profil zeigt unrealistische Bilder wie beispielsweise Modelfotos oder es besitzt gar keine Bilder. Bei keinen Bildern oder nur wenig Bildern über einen langen Zeitraum gilt es, vorsichtig zu sein. Auch die Anzahl der Follower sagt viel über die Echtheit des Profils aus.

2. Namen prüfen

Der Username ist unseriös, es fehlt bei prominenten Personen das blaue Häkchen oder es kommen verdrehte Buchstaben vor? Das könnten bereits erste Anzeichen sein. Was auch hilfreich sein kann, ist es, den Namen anhand der URL im Web-Browser zu überprüfen.

3. Bildercheck

Ob das Bild aus dem Netz gezogen wurde, beziehungsweise öfters verwendet wird, zeigt die Google-Bilder-Rückwärtssuche. Ziehe dazu einfach den Screenshot des Bildes in die Google-Bildersuche und vergleiche die Ergebnisse.

4. Aktivitäten prüfen

Checke, wer dem Profil folgt, ob die Like-Anzahl mit den Followern übereinstimmt und welche Informationen du sonst noch herausfinden kannst. Passen die Inhalte nicht zusammen, sind große Unterschiede zwischen den Likes und Followern ersichtlich oder wurde das Profil erst vor kurzem erstellt, kann es sein, dass sich dahinter ein Fake verbirgt.

5. Produkte werden angeboten

Ein weiteres Warnsignal ist, wenn Waren oder Dienstleistungen sehr günstig auf den Profilen angepriesen werden. Prinzipiell gilt: Kaufe online nur bei vertrauenswürdigen Shops und gib niemals deine Daten wie Adressen oder Kreditkarten preis. Auf Websites wie zum Beispiel Dundle.com oder dem VGO-Shop (opens in new tab) kannst du seriös und sicher Gutscheine, Crypto-Voucher oder Games erwerben.

Wie kann ich gegen Fake-Profile vorgehen?

Um diese Frage zu beantworten, muss zuerst geklärt werden, ob ein Profil strafbar ist. Unter folgenden Umständen kann ein Fake-Account sehr wohl strafrechtlich verfolgt werden:

  • Verstoß gegen das Bildnisrecht: Gestohlene Bilder anderer Personen werden verwendet
  • Verstoß gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht: Ein Profil wird unter dem Namen einer real existierenden Person geführt
  • Falschdarstellungen und Identitätsdiebstahl: Beleidigungen oder Drohungen gegenüber anderen, Hasspostings oder die missbräuchliche Benutzung personenbezogener Daten sind gerichtlich strafbar.
  • Cybermobbing und Cyberstalking sind ebenfalls Straftatbestände.

Wird eine Rechtsverletzung durch ein Fake-Profil erlitten, kann die Löschung des Profils verlangt und in gewissen Fällen auch Anspruch auf Schadensersatz erhoben werden. Dazu sollte allerdings ein Fachanwalt herangezogen werden.

Das kannst du bei einem Fake-Account machen 

Wenn eine andere Person deinen Namen oder Bilder missbräuchlich im Netz verwendet oder du von einem Fake-Profil belästigt wirst, kannst du wie folgt dagegen vorgehen:

  • Melde den Account bei der jeweiligen Plattform (Facebook, Instagram, Twitter und Co.).
  • Mache Screenshots und dokumentiere den Fake-Account.
  • Überprüfe die Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen deines Profils und stelle es auf privat, falls du es noch nicht gemacht hast.
  • Warne deine Kontakte vor dem Fake-Profil und bitte sie, dieses ebenfalls zu melden. Je öfter das Profil gemeldet wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dagegen vorgegangen wird.
  • Erstelle eine Anzeige bzw. wende dich an einen Fachanwalt, falls du Opfer eines Identitätsdiebstahl geworden bist oder du Cyber-Stalking erfährst.

Fake-Profile vs. Bots und Trolle 

Es müssen sich nicht immer reale Personen hinter Fake-Accounts stecken: Auch Bots oder Trolle können sich dahinter verbergen. Bots sind Computerprogramme, die Aufgaben automatisiert abarbeiten. Schädliche Bots können Aktivitäten von menschlichen Usern vortäuschen und so Beiträge liken oder auch kommentieren.

Trolle (opens in new tab) hingegen sind Personen, mit der Absicht, bewusst Diskussionen im Netz zu stören oder mutwillig zu provozieren. Das machen sie anhand von Kommentaren und beleidigenden sowie ablenkenden Anmerkungen.

Fazit: Sei im Netz achtsam unterwegs

Das Internet ist voll von Fake-Profilen oder Menschen, die versuchen anderen zu schaden. Hast du die Ahnung, dass sich hinter einem Account ein Fake verbirgt, melde es am besten sofort bei der jeweiligen Plattform. Gib aber niemals deine Daten an unseriöse Personen oder Websites weiter und wende dich an einen fachkundigen Anwalt, wenn dich ein Fake-Account belästigt.