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Rangliste: Alle Harry Potter-Filme von der schlechtesten bis zur besten Bewertung

A screenshot of Harry Potter, Hermione Granger and Ron Weasley
(Image credit: Warner Bros.)

1997 verließ der Hogwarts-Express den Bahnhof King's Cross von Gleis 9 ¾, ohne dass man etwas über das wunderbare, epische Abenteuer wusste, das vor einem lag. Sieben Bücher später ist die äußerst beliebte Harry-Potter-Reihe ein achtteiliges Film-Franchise, das die Herzen erobert, Rekorde gebrochen und Kinofans auf der ganzen Welt in Erstaunen versetzt hat.

Als Hollywood an die Tür der Zaubererwelt klopfte, wurde eine Besetzung aus Schauspielgrößen und -anfängern zusammengebracht, um die Worte von der Seite auf die Leinwand zu übertragen - und was für ein spektakuläres Erlebnis sie dabei geschaffen haben.  

Jeder Harry-Potter-Film lehnt sich eng an die geliebten Bücher an, aber in einigen Fällen gibt es zusätzliche Extras, fehlende Teile oder Ausarbeitungen von beliebten Handlungssträngen, die nur darauf warten, auf die Leinwand gebracht zu werden. 

Wenn man bedenkt, dass vier verschiedene Regisseure die Reihe bis zum Ende verfolgt haben, kann man die verschiedenen Filmstile miteinander vergleichen.

In dieser Harry Potter-Rangliste, von der schlechtesten bis zur besten, konzentriere ich mich darauf, wie die einzelnen Filme die Geschichte erzählen, was sie gut gemacht haben und wie sie mich an einigen Punkten enttäuscht haben. Die Filme der Fantastic Beasts-Reihe werden hierbei nicht mit einbezogen.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die Liste resultiert aus meiner persönlichen Meinung und kann eurer Ansicht komplett widersprechen. Überlegt also einen Moment, bevor ihr euren Zauberstab herausholt und mir sämtliche Flüche aufhalsen wollt. Alle Filme sind für mich auf ihre Art sehenswert und haben ihre besonderen Momente.

8. Harry Potter und der Feuerkelch

Goblet of Fire

(Image credit: Warner Bros)

Der vierte Teil der Harry Potter Reihe war in meiner damaligen Vorstellung von der Handlung ein absolutes Ausnahmeerlebnis. Angefangen bei der Quidditch-Weltmeisterschaft - welche der Film aus Kostengründen leider nur sehr stiefmütterlich behandelt - über das Trimagische Tunier und die Rückkehr Lord Voldemorts.

Der Film ist zwar an einzelnen Stellen unterhaltsam, verbringt aber viel zu viel Zeit damit die pubertären Probleme des Trios zu eindimensional zu beleuchten. Auch wenn es um das wohl magischste Gefühl der Welt geht, ist der Weg zum erwachsen werden durchaus noch mit anderen Sorgen und Problemen gespickt. Der Film hat durchaus seine starken Momente und hat optisch durchaus einiges zu bieten, weicht aber gleichzeitig wie kein anderer Harry-Potter-Film so stark von seiner Buchvorlage ab.

Ja, Buch und Film sind zwei unterschiedliche Medien, aber der Spannungsbogen hätte für mich deutlich besser funktioniert, wenn man sich näher an die Buchvorlage gehalten hätte.

Mike Newell hat es bei „Harry Potter und der Feuerkelch“ aber geschafft, den dunklen Lord in seiner Grausamkeit und Unmenschlichkeit hervorragend einzuführen. Voldemorts Rückkehr und sein Duell gegen Harry Potter haben mich damals mehrere Nächte lang nicht einschlafen lassen.

7. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Part 2

Deathly Hallows 2

(Image credit: Warner Bros)

Leider hat mich das Finale der Harry-Potter-Reihe ziemlich kalt gelassen. Das liegt vor allem daran, dass man sich dazu entschieden hat, das siebte Buch in zwei Teilen zu verfilmen. Das weckt bei mir die Erwartung, dass man sich auch entsprechend die Zeit für Story, Atmosphäre und Details nimmt. Doch diese Erwartungen sind bei mir in diesem Film nicht erfüllt worden.

Die Schlacht um Hogwarts zieht sich meiner Meinung nach ein wenig zu lang und David Yale versucht zu oft einzelne Elemente aus allen Filmen unterzubringen, damit auch der letzte Potterhead abgeholt ist. Die Heiligtümer des Todes Teil 2 ist überladen von guter Action, einer mittelmäßigen sowie lückenhaften Story und übermäßigen Fanservice.

Natürlich ist es schwierig eine Geschichte wie die von Harry Potter zu einem Abschluss zu bringen, der möglichst allen gefällt. Hätte man sich dafür entschieden den letzten Teil in einen Film zu packen, wäre ich von dem Finale wahrscheinlich nicht so ernüchtert gewesen. 

 6. Harry Potter und der Orden des Phönix

Order of the phoenix

(Image credit: Warner Bros)

Mit über 1000 Seiten ist die Buchvorlage der dickste Brocken der gesamten Reihe. Der Film "Der Orden des Phönix" hat daher die schwierige Aufgabe all diese Seiten in einen einzigen Film zu packen. Gelungen ist es David Yates eher mittelmäßig, da der Film besonders ab der Mitte sehr gehetzt und auf Zwang wirkt. 

Der Einstieg mit den Dementoren ist cool inszeniert und das finale Duell zwischen Dumbledore und Voldemort ist für mich der beste Kampf der gesamten Harry Potter Saga. Leider gibt mir der Film aber auch nicht viel mehr, denn der gesamte Mittelteil wirkt gleichzeitig zäh und gehetzt. Ständig wird die Bedrohung durch Voldemort kurz aufgegriffen und dann wieder fallen gelassen, als wäre sie dann doch irgendwie belanglos.

Der Film führt aber auch gleichzeitig neue und interessante Charaktere wie Luna Lovegood ein und gibt bekannten Figuren wie Neville Longbottom mehr Tiefe. Wäre der Film in seinem Mittelteil nur nicht so langatmig, hätte das ein verdammt guter Harry Potter Teil werden können. 

5. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Part 1

Deathly Hallows 1

(Image credit: Warner Bros.)

Als ich Harry Potter und die Heiligtümer des Todes im Kino gesehen habe, war ich erstaunt darüber, wie viel Zeit sich für die erste Hälfte des Finales genommen worden ist. Die Gefahr, die von Voldemort auf die Welt der Muggle und Zauberer ausstrahlt wurde beinahe greifbar. Alte Bekannte wie der Hauself Dobby tauchen wieder auf und rühren einen Fan wie mich zu Tränen. 

Die Verfolgung durch die Todesser (Voldemorts Gefolgsleute) sorgt immer wieder für Nervenkitzel und die Suche nach den Horkruxen wird wie eine magische Schnitzeljagd gegen die Zeit inszeniert. 

Leider ist bei all der genommenen Zeit die Fülle an Logiklöchern nicht zu übersehen. Warum beispielsweise die Todesser das magische Trio immer wieder finden, wird im Film nicht erklärt. Dieses Geheimnis ist nur denen bekannt, die auch das Buch gelesen haben. Dafür, dass die Zaubererschule Hogwarts in diesem Film quasi keine Rolle spielt, versprüht der Film ein echt gutes Harry-Potter-Feeling.

4. Harry Potter und der Halbblutprinz

Harry Potter and the Half Blood Prince

(Image credit: Warner Bros.)

Für mich hat "Der Halbblutprinz" eine ganz besondere Stärke und die ist Alan Rickman als Severus Snape. Endlich bekommt er seine würdige Tiefe und wird nicht nur als griesgrämiger Professor dargestellt. Die Bedrohung durch Voldemort wird in diesem Teil wesentlich besser zur Geltung gebracht, welche mir in "Der Orden des Phönix" noch gefehlt hat. 

Auch die Szenen mit Dumbledore und Harry haben mir durchweg gut gefallen und lassen besonders Dumbledore in seiner Wahrnehmung als allwissenden und weisen Zauberer brüchig werden. Leider kommen mir in diesem Film Ron und Hermine etwas zu kurz und oberflächlich vor, da sie ebenfalls zwei der Hauptpersonen sind und hier eher wie ein Sidekick wirken.

3. Harry Potter und die Kammer des Schreckens 

Harry Potter and the Chamber of Secrets

(Image credit: Warner Bros.)

Ich kann bis heute nicht wirklich verstehen, warum "Die Kammer des Schreckens" bei vielen nicht so hoch im Kurs steht. Es ist eine fantastische Fortführung in die magische Welt und zeigt uns einerseits was wir bereits kennengelernt haben, aber auch was die Wizarding World noch alles bereithält.

Oft wird bemängelt, dass Harry und seine Freunde kaum Einfluss auf die Geschehnisse haben und von den Ereignissen getrieben werden. Richtig, denn es sind Kinder! Weder Erfahrung noch Können sind ausgeprägt genug ihnen diese Rolle zukommen zulassen. Das große Rätsel des Films, welches Monster all diese Attentate in Hogwarts verübt, bleibt bis zum Ende hin spannend und schafft es heute immer noch mich zu begeistern.

 2. Harry Potter und der Stein der Weisen

Sorceror's Stone

(Image credit: Warner Bros)

Es ist der Harry Potter Film. Der "Stein der Weisen" hat mich damals in die magische Welt eingeführt und mich zu einem großen Fan des Franchises werden lassen. Als ich das erste Mal Hogwarts sah und die Musik von John Williams hörte, war ich hin und weg.

All diese Hexen und Zauberer in ihren Kostümen und unterschiedlichen Rollen. Snape, Dumbledore, McGonagall, Filch und Hagrid sind mir alle auf die eine oder andere Weise ans Herz gewachsen und haben mich über Jahre meiner Kindheit und frühen Jugend begleitet. 

Ich habe aber auch durch einen Film zum ersten Mal richtige Angst verspürt und hatte nächtelang Alpträume von Voldemorts/Quirrell's blutsaugender Einhornszene. Der Film hat mich lachen, gruseln und staunen lassen und mich tief in den Kaninchenbau der Wizarding World eintauchen lassen. Auch wenn er (wie Teil 2 auch) als Kinderfilm bezeichnet werden kann, so ist und bleibt er eine fantastische Einführung in eine zauberhafte Welt.

1. Harry Potter und der Gefangene von Azkaban

Prisoner of Azkaban

(Image credit: Warner Bros)

Den ersten Platz des Rankings nimmt "Der Gefangene von Azkaban" ein. Wie auch schon bei "Der Stein der Weisen" hat mich der Film staunen, gruseln und lachen lassen. 

Kein Fabelwesen hat mich so fasziniert wie der Dementor, der die personifizierte Angst darstellt und in so viele Richtungen interpretiert werden kann. Das besondere an dem dritten Teil der Harry Potter Reihe ist, dass der Film komplett für sich stehen kann, ohne dass man einen der anderen Teile gesehen haben muss. 

Dieser Film schafft es wie kein anderer Harry Potter Film alle Elemente eines Filmes so gekonnt in sich zu vereinen. Bildsprache, Kameraführung, Drehbuch, die Leistung der SchauspielerInnen, Kostüme und Musik ... alles in diesem Film wirkt stimmig und aufeinander abgestimmt.

William Schubert
William Schubert

William Schubert ist Freier Content Creator bei TechRadar Deutschland und für die Bereiche YouTube, Gaming, Filme und Serien und VR zuständig.


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