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Die EU geht härter gegen große Tech-Unternehmen vor

EU Digital Markets Act
(Image credit: Unsplash)

Die Europäische Union versucht schon seit einiger Zeit, die größten amerikanischen (und globalen) Tech-Unternehmen in die Schranken zu weisen, indem sie Rekordstrafen gegen Google, Amazon und andere verhängt hat, und könnte nun einen Schritt weiter sein, nachdem das Europäische Parlament dafür gestimmt hat, den Geltungsbereich des bahnbrechenden Digital Markets Act (DMA) zu erweitern. 

Die DMA-Vorschriften zielen darauf ab, gegen "Gatekeeper" wie Apple, Meta, Amazon, Google und andere vorzugehen, da die EU argumentiert, dass diese Unternehmen ihre Vormachtstellung nutzen, um den Wettbewerb zu unterdrücken. 

Zu den sogenannten "zentralen Plattformdiensten" gehören Cloud Computing, Video-Sharing, soziale Netzwerke und andere. 

EU: Gesetz über digitale Märkte

Die Abgeordneten stimmten dafür, die Liste der Dienste, die unter das DMA fallen, um Webbrowser, virtuelle Assistenten und vernetztes Fernsehen zu erweitern und die Liste der zulässigen Praktiken zu ergänzen, einschließlich Regeln für die Interoperabilität von Diensten, Beschränkungen für "Killer-Übernahmen", die Durchsetzung durch die EU und die Rolle der nationalen Wettbewerbsbehörden.

Die Abstimmung über die Erweiterung der DMA fiel mit 642 Ja-Stimmen, acht Gegenstimmen und 46 Enthaltungen aus. 

Der deutsche Abgeordnete Andreas Schwab, der maßgeblich an der Ausarbeitung des Gesetzes beteiligt war, begrüßte die Abstimmung: "Die heutige Verabschiedung des DMA-Verhandlungsmandats sendet ein starkes Signal: Die [EU] stellt sich gegen unfaire Geschäftspraktiken der digitalen Giganten. Wir werden dafür sorgen, dass die digitalen Märkte offen und wettbewerbsfähig sind. Das ist gut für die Verbraucher, gut für die Unternehmen und gut für die digitale Innovation. 

Schwab weiter: "Unsere Botschaft ist klar: Die EU wird die Regeln der sozialen Marktwirtschaft auch in der digitalen Sphäre durchsetzen, und das bedeutet, dass der Gesetzgeber die Wettbewerbsregeln diktiert, nicht die digitalen Giganten." 

Die Ausweitung der DMA kommt, nachdem sich die europäischen Gesetzgeber seit Jahren über die wachsende Macht der großen amerikanischen Tech-Unternehmen ärgern, die alle auf dem Kontinent tätig sind (und große Nutzerzahlen vorweisen können). Die EU plant außerdem ein Gesetz über digitale Dienste, um mehr E-Commerce-Aktivitäten, Fehlinformationen und Online-Werbung zu regulieren. 

Franziska Schaub

Franziska Schaub ist Chefredakteurin bei TechRadar Deutschland und unter anderem verantwortlich für die Bereiche Smartphones, Tablets und Fitness.


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