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Disney, Apple und Amazon folgen Netflix und YouTube und reduzieren Streaming-Qualität

Disney Plus
(Image credit: Disney)

Verzweifelte Zeiten erfordern verzweifelte Maßnahmen - Disney, Apple und Amazon haben sich jetzt Netflix und YouTube angeschlossen, um die Videoqualität ihrer Streaming-Dienste in ganz Europa zu reduzieren.

Die Idee ist, die Belastung der Internet-Netzwerke auf dem ganzen Kontinent zu verringern. Das hat die Europäische Union ausdrücklich gefordert, damit der digitale Datenverkehr flüssig erhalten werden kann.

Disney Plus öffnet morgen, am 24. März, in weiten Teilen Europas seine Türen, obwohl der Start in Frankreich auf den 7. April verschoben wurde. Laut einer offiziellen Erklärung* wird die Bandbreitennutzung um ein Viertel gekürzt.

Amazon hat in den letzten Tagen mit seinem Prime Video-Dienst einen ähnlichen Ansatz verfolgt und versprochen*, "die Streaming-Bitraten zu reduzieren und gleichzeitig die Qualität des Streaming-Erlebnisses in den europäischen Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, aufrechtzuerhalten".

Auf die Bremse treten

Obwohl Apple noch keine offizielle Ankündigung gemacht hat, stellte 9to5Mac* in den letzten Tagen eine Reduzierung der Videoqualität in Europa fest - eine ziemlich aggressive Reduzierung, die sich im Laufe der Zeit allerdings noch ausgleichen könnte.

Netflix und YouTube waren die ersten Streaming-Dienste, die der EU-Richtlinie nachkamen, obwohl es jetzt scheint, dass jede Videoplattform Schritte unternehmen wird, um den enormen Anstieg der zu Hause festsitzenden Menschen zu bewältigen.

Die Netzbetreiber haben erklärt, sie seien zuversichtlich, dass das System genügend freie Kapazität hat, um mit der Tatsache fertig zu werden, dass nun viele User auch schon mittags streamen oder sich in Videokonferenzen mit ihren Kollegen und Kunden treffen, statt erst zur Prime Time das häusliche Internet zu nutzen. Doch trotz alledem scheint niemand ein Risiko eingehen zu wollen.

Bis jetzt gibt es keine Anzeichen für ähnliche Vorgehensweisen in den USA oder anderswo.  Gleichzeitig sind Technologieunternehmen damit beschäftigt, vertrauenswürdige Coronavirus-Informationen* über leicht zugängliche Apps und Websites zu verbreiten.

* Link englischsprachig