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Android 11: Release-Datum und alles, was wir bisher über das bevorstehende Betriebssystem-Upgrade wissen

Android 11
(Image credit: Shutterstock / TechRadar)

Monatelang lauerte Android 11 am Horizont, das als Android-Update 2020 für das Jahresende in Aussicht gestellt wurde, aber Mitte Februar gab uns eine Entwickler-Preview einen ersten Blick auf das bevorstehende Betriebssystem-Update von Google.

Jetzt haben wir eine gute Vorstellung von einigen der Änderungen, die Google für uns auf Lager hat. Wir erwarten die offizielle Vorstellung von Android 11 Mitte 2020 auf der Google IO 2020, die vom 12. bis 14. Mai laufen wird (dieses Jahr aufgrund des Coronavirus jedoch in anderer Form), bevor es im September für Pixel-Geräte und dann von Ende 2020 bis weit in das Jahr 2021 für andere Android-Geräte veröffentlicht wird.

Das Android-Update 2020 soll Android 11 heißen - das ist keine Spekulation, sondern eine Tatsache, da Google den Namen selbst bestätigt* hat. Denn mit Android 10 hat sich Google verpflichtet, einem numerischen System der Betriebssystemorganisation zu folgen.

Das heißt, während Android 9 Android Pie war, war Android 10 nicht Android Quiche, und Android 11 wird (leider) nicht Android Rhubarb und Custard (Rhabarber und "Vanillepudding", eine englische Süßspeise) sein - aber es wird vollgepackt sein mit Updates und wahrscheinlich ein paar lang erwarteten Funktionen.

Die Gerüchteküche hat bereits begonnen zu brodeln, Neuigkeiten werden geleakt. Hier werden wir alles sammeln, was wir über Android 11 wissen.

Kurz & knapp

  • Was ist es? Das neueste Android Betriebssystem
  • Wann ist es verfügbar? Wahrscheinlich im September 2020, aber zuerst auf Pixel Phones
  • Wie viel wird es kosten? Android 11 wird kostenfrei zur Verfügung stehen

Android 11: Erscheinungsdatum

Google neigt dazu, einige der Funktionen seines neuesten Betriebssystems auf der Google IO im Mai zu enthüllen, bevor das Betriebssystem dann irgendwann im September auf den Pixel Phones landet - und von da aus in die weite Welt gelangt. (Im letzten Jahr feierte es sein Debüt beispielsweise auf dem Pixel 4.)

Danach erst werden die Smartphones der verschiedenen Marken für das Update in Frage kommen. Das OnePlus 7T und 7T Pro waren die ersten Nicht-Google-Smartphones, die Android 10 im Lieferumfang enthielten, aber es könnte 2020 durchaus eine andere Marke sein, auf denen du als einer der ersten Android 11 erleben darfst.

Nicht alle Smartphone-Hersteller rüsten jedoch sofort auf. Es wird wahrscheinlich einige Zeit vergehen, bis alle Smartphones, die Android 11 überhaupt nutzen können, das Upgrade zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Wir wissen, dass die Google IO 2020 vom 12. bis 14. Mai dieses Jahres laufen wird, und Googles Keynote findet in der Regel am ersten Tag der dreitägigen Entwicklerkonferenz statt. Das bedeutet, dass wir den Starttermin für Android 11 auf den 12. Mai 2020 veranschlagen können. 

Allerdings wurde die diesjährige Google IO nun aufgrund des Coronavirus abgesagt; aber vielleicht findet das Event dennoch statt, nur online? Bisher bestätigte Google dies nicht, wir werden uns also noch ein wenig gedulden müssen.

Android 11: Funktionen

Android

(Image credit: Shutterstock)

Die wichtigsten uns bekannten Informationen über Android 11 stammen aus der Android 11 Developer Preview*, die Mitte Februar 2020 den Software-Entwicklern vorgestellt wurde. Sie beschreibt einige neue Funktionen des kommenden Betriebssystems. Es werden allerdings nicht alle Funktionen gezeigt, sondern nur die, die für Entwickler nützlich sind, aber es ist ein faszinierender erster Blick.

Ein wichtiges Feature von Android 11 scheint zu sein, wie die Apps jetzt herausfinden können, ob du eine 5G-Verbindung hast. Damit wird eine Funktion fortgesetzt, mit der die Apps unterscheiden können, ob eine 4G- oder eine Wi-Fi-Verbindung vorhanden ist. Dies würde den Inhalt und die Leistung für jede Verbindung optimieren und wahrscheinlich verhindern, dass du unnötig viel Datenvolumen verbrauchst.

Außerdem scheint die Benachrichtigungsleiste in Android 11 eine eigene Registerkarte für Nachrichten zu haben, so dass Benachrichtigungen aus laufenden Gesprächen oder von anderen Anwendungen aufgeteilt werden. Damit kannst du einige davon ignorieren, wenn du das möchtest.

Bei einigen Smartphones kannst du einen Nachtmodus einplanen, so dass das blaue Licht des Bildschirms nach einer bestimmten Zeit reduziert wird. Nun, es scheint, dass Android 11 eine ähnliche Funktion hat: und zwar mit dem Dark Mode. Du kannst dann einstellen, wann der Dunkelmodus aktiviert werden soll. Das bedeutet hoffentlich auch, dass der Dark Mode auf mehr Apps ausgeweitet wird.

Ein Feature von Android 11, die den sicherheitsbewussten Anwendern gefallen wird, sind geänderte App-Berechtigungen. Normalerweise musst du einer App die Erlaubnis erteilen, auf deine Kamera, die Kontakte oder Ähnliches zugreifen zu dürfen. In Android 11 kannst du offenbar die Erlaubnis "nur dieses eine Mal" erteilen, so dass du genau weißt, wann die App auf andere Teile deines Telefons zugreift.

Als Erweiterung davon scheint es, dass die Option, einer Anwendung Zugriff auf die Standort-Einstellungen zu geben, nur "nur dieses eine Mal" verfügbar sein wird. So gibst du einer App keinen Freibrief, dass sie ständig überprüfen kann, wo du dich befindest. Dadurch hinderst du auch Apps wie Facebook daran, zu wissen, wo du gerade bist.

Wenn du oft Probleme hast, dein Smartphone auf dem drahtlosen Ladegerät auszurichten, könnte Android 11 eine Lösung für dieses Problem bieten*: dir wird eine Fehlermeldung angezeigt, wenn dein Smartphone ungünstig liegt; dadurch weißt du, ob du dein Handy besser ausrichten musst, um die Aufladung optimal durchführen zu lassen.

Eine weitere Funktion, die du vielleicht lieben wirst? Wenn du Musik über Bluetooth Kopfhörer hörst und den Flugmodus einschaltest, wird die Bluetooth-Verbindung nicht von allem getrennt. Das könnte dir eine Menge lästiger Probleme und Gefrickel ersparen.

Vor der Entwicklervorschau bestätigte Google auch eine Android 11-Funktion namens "Scoped Storage", die ursprünglich in Android 10 verfügbar sein sollte, aber Google hat sie aufgrund von Beschwerden von Android-Entwicklern zurückgestellt.

Scoped Storage ist eine neue Methode, um zu organisieren, welche Informationen und Dateien deine Anwendungen lesen können - kurz gesagt, es macht die Lesegeschwindigkeit des Speichers viel schneller, verbessert deine Sicherheit und macht es nicht mehr notwendig, für jede neue App die entsprechenden Berechtigungen zu erteilen.

Android 11: Was wir sehen wollen

(Image credit: Google)

Hier haben wir einige Verbesserungen aufgelistet, die wir gern bei Android 11 sehen würden und die wir in der neuesten Version des Betriebssystems von Google vermissen.

1. Eine neue NFC-Filesharing-Alternative

Mit Android 10 kam die Entfernung von Android Beam, mit dem Telefone Dateien über NFC austauschen konnten. Man brauchte nur die Handys aufeinander zu legen, um Dateien auszutauschen, aber das ist jetzt vorbei.

Es wäre nützlich, eine einfach zu bedienende Alternative zu haben, mit der man Fotos, Videos, Musik oder andere Dateien einfach durch Gegeneinanderdrücken der Smartphones austauschen kann - im Moment kann es ziemlich mühsam sein, eine bestimmte App dafür zu verwenden, und Airdrop von Apple ist eine nützliche Funktion, die in Android keine Entsprechung hat.

2. Überarbeiteter Dark Mode

(Image credit: Google)

Der Dark-Modus ist nicht für jeden geeignet, aber diejenigen, die ihn benutzen, lieben ihn - oder sie wollen ihn zumindest lieben, aber in Android 10 hat er eine Menge Probleme.

Erstens haben nicht viele Anwendungen einen eigenen Dunkelmodus, nicht einmal alle Google-Anwendungen. Wenn du also dein Smartphone mit eingeschaltetem Dark Mode verwendest, kann es sein, dass du oft direkt von dunklen zu hellen Anwendungen und wieder zurück springen musst.

Zweitens wird bei Apps mit eingeschaltetem Dunkelmodus ein Teil des Textes nicht farblich vertauscht und kann unsichtbar bleiben - dies geschieht tatsächlich bei der Google-Suche, so dass du die vorgeschlagenen Ergebnisse nicht sehen kannst.

Damit der Dark Mode auf Android-Smartphones nützlich ist, muss er für die meisten Apps tatsächlich nutzbar sein, anstatt nur hier und da einen optionalen Schalter zu betätigen.

3.  Erweiterte Chat-'Bubbles'

Eine der neuen Funktionen von Android 10 war die Einführung von Chat-'Heads', die ähnlich wie beim Facebook-Messenger über andere Apps gelegt werden und die es ermöglichen, alle Gespräche über mehrere Apps in einem leicht zugänglichen Format zu sehen.

Nicht alle Apps sind jedoch kompatibel, und während einige von denen, die du zum Versenden von Nachrichten verwendest, nicht kompatibel sind.

Es wäre wirklich nützlich, wenn mehr Apps kompatibel wären - WhatsApp, Facebook Messenger, Instagram, Twitter und vielleicht sogar Dating-Apps! Dann wäre es unglaublich einfach, deine verschiedenen Gespräche über all die verschiedenen Anwendungen, die dein Telefon füllen, im Griff zu behalten. 

* Link englischsprachig