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AMD hat mehr GPUs verkauft als Nvidia, behauptet Analystenbericht

(Image credit: Future)

Team Rot räumt ab und es sieht nicht aus, als würde die Siegesserie von AMD so schnell aufhören. Nachdem geleakte Zahlen von Mindfactory zeigten, dass AMDs Ryzen CPU-Verkäufe die von Intel vernichten*, zeigt der letzte Bericht von Jon Peddie Research, dass das Unternehmen aus Santa Clarita auch auf dem GPU-Markt große Fortschritte macht.

Laut dem Market Watch Q4 2019-Bericht* von JPR sah AMD einen Anstieg von 22,6 % in Gesamtverkaufszahlen von GPUs in Q4 2019. Das bedeutet, dass AMD jetzt einen GPU-Marktanteil von 19 % hat, einen Anstieg von 3 % gegenüber Q3, während Nvidia und Intel einen Rückgang von 0,97 % bzw. 2 % verzeichnen mussten. Damit bleibt Nvidia nur an Anteil von 18 % – und AMD geht unter den beiden in Führung.

Jedoch dominiert Intel mit seinen integrierten und dedizierten GPUs den Markt und beansprucht in Q4 stolze 67 % für sich. Außerdem ist Nvidia nach wie vor König der dedizierten GPUs mit 73 % Verkäufen gegenüber den 27 % von AMD.

Für AMD ist das stetige Wachstum der Verkaufszahlen dennoch eine gute Nachricht. Insbesondere die Lieferungen von AMDs diskreten Grafiken stiegen auf 27 % des Gesamtmarktes, von 26 % im Jahr 2018 und 24 % in Q3 2019.

Mit dem lang erwarteten „Nvidia-Killer“, der Radeon RX 5950 XT nicht mehr so weit entfernt, dürften die Zahlen in 2020 weiter wachsen. Natürlich ist es völlig möglich, dass Intels vielversprechende diskrete Xe-Grafikkarten die Dominanz von Team Blau nur verstärkt, besonders auf dem Laptop-Markt.

Gute Nachrichten für den GPU-Markt insgesamt

Doch nicht nur AMD genießt die Früchte seiner Arbeit. Laut Market Watch sind die Gesamtverkaufszahlen von GPUs gegenüber dem 3. Quartal 2019 um 3,4 % gestiegen. Die Gesamt-Attach-Rate von GPUs an PCs ist im 4. Quartal um 1,8 % gestiegen und die Anzahl an Desktop-Grafik-Add-In-Boards (AIBs) mit diskreten GPUs einen Anstieg von 12,17 %.

Wenn man bedenkt, dass die Auslieferungen von GPUs im vierten Quartal in der Vergangenheit stagnierten, ist dies eine hervorragende Nachricht für die Grafikkartenindustrie. JPR-Präsident Jon Peddie stellt sogar fest, dass dies „das dritte Quartal in Folge mit wachsenden GPU-Auslieferungen“ ist.

Es sind alles gute Nachrichten. Angesichts der Coronavirus-Epidemie, die viele Fabriken in China lahmgelegt und damit die Lieferkette unterbrochen hat, könnte das 1. Quartal 2020 „einen ungewöhnlichen Einbruch zeigen“, sagt Peddie.

Doch mit „Intels Eintritt in den Markt für diskrete GPUs und einem möglichen vierten Eintritt eines IP-Unternehmens“ wird 2020 immer noch ein aufregendes Jahr für Grafikkarten werden.

* Link in englischer Sprache